Dolby A/SR sind zwei analoge Tonsysteme der Firma Dolby.      
        

Was ist Dolby A/SR?

Grundlagen zum Kinoton

Neben dem Bild auf einer Filmkopie befindet sich auch der Ton auf dem gleichen Material, seitlich versetzt. Der Ton wurde auf die Filmkopie kopiert, wenn man ihn betrachtet sieht man einfach zwei Wellenlinien seitlich vom Film.

Da am Ton aber nicht sehen kann, sondern hören muss, müssen jene zwei Wellenlinien noch in Töne umgewandelt werden.

Dies geschieht folgendermassen:
Im Kinoprojektor befindet sich nicht nur eine grosse Lampe zur Projektion des Bildes, sondern auch noch eine kleine, welche die Tonspur abliest. Die kleine Lampe scheint auf die Tonspur, ein gewisser Teil des Lichtes geht dann durch den Film und trifft auf eine Fotozelle. Die Fotozelle wandelt dieses Licht in elektrische Impulse um.

Je mehr Licht durchkommt, desto Lauter wird es im Saal, je mehr Ausschläge die Fotozelle liest, desto höher wird der Ton. Diese elektrischen Ströme / Schwingungen können jetzt verstärkt werden und auf Lautsprecher übertragen werden.

Ende der 30er Jahre wurde dieses System von der MPAA (Motion Picture Association of America (Die Leute, die die Oskars vergeben)) als Standard gesetzt und hielt sich bis in frühen 70er Jahre.

Das Problem war nur, dass man mit diesem System nur einen Kanal (MONO) ansprechen konnte. Doch in den 70er Jahren war sich jeder von seiner Stereoanlage zu Hause einen besseren Ton gewohnt.

Die Entwicklung zu Dolby Stereo
Dolby entwickelte damals ein System, um mehrere Tonspuren auf den Film zu codieren, Dolby Stereo. Mit diesem System war es nicht nur möglich, mehr Kanäle (MONO: 1 Kanal, Dolby Stereo: Bildwand mitte, links und rechts sowie einen Effektenkanal (Surround)) anzusprechen, sondern auch noch eine Rauschunterdrückung einzuführen.

Mit der Rauschunterdrückung, später Dolby A genannt konnte die Qualität des analogen Tons verbessert werden, weniger Knacken, Rauschen und Störgeräusche waren zu hören. Dieses Verfahren funktioniert ähnlich wie die Dolby B und C von Kassettengeräten, welche zu Hause in den Stereoanlagen gebraucht werden.

Speziell am Kinoton ist, dass eigentlich auf dem Film nur 2 Tonspuren (=Kanäle) vorhanden sind, welche aber im Dolby Vorverstärker mit einem speziellen Matrixverfahren in die 4 Dolby Stereo Kanäle aufgesplittert werden.

Der letzte Schritt:
Dolby SR 1986 dann entwickelte Dolby Dolby SR (Spectral Recording), ein noch bessere Verfahren für die Rauschunterdrückung. Damit ist für den Zuschauer ein verbessertes Hörerlebnis möglich.

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